Geschichte

Das Khienthal, wie reich auch an Merkwürdigkeiten der Natur, eine Perle im Kranz unserer Gebirgslandschaften, wird auch von der modernen, sonst so findigen und Abwechslung liebenden Tourstenwelt wenig berücksichtigt."
Stettler Karl:das Frutigland, Bern 1887

Im erwähnten Buch beklagte Karl Stettler 1887, "dass dem Touristen im ganzen Kiental kein einziges Hotel, ja nicht einmal ein Wirtshaus, zur Verfügung stehe... nur Alpenkost und Nachtlager, in einigen Häusern und Hütten doch noch gute Betten...". Doch das sollte sich bald ändern. 1898 kaufte Christian Bettschen die Griesalp-Besitzung. Er liess auf eigene Kosten vom Tschingel aus eine Fahrstrasse erstellen. Heute gilt sie als die steilste, kurvenreichste Postautostrecke Europas.

Siegfried Naef, neuer Besitzer, eröffnete 1904 die Hotel-Pension Blüemlisalp. Wegen regem Besuch wurde 1909 das Chalet Hohtürli dazu gebaut. Auf Wunsch der hauptsächlich englischen Gäste, gehörte dazu ein Kapellenraum. Ein eigenes Elektrizitätswerk lieferte den Strom, das Hotel Blüemlisalp bekam eine Zentralheizung, um auch Wintersportgäste aufzunehmen. Die Zeit des "Grand Hotel Griesalp" war angegbrochen. Schlittschuhläufer und Curlingspieler erfreuten sich ob der hauseigenen, grossen Eisbahn. Schlittelbahnen oder Skihänge waren ebenso beliebt.

Zitat aus einem ehemaligen Prospekt: Erpicht auf einen Kontrast mit den Obliegenheiten der Grossstädte bevorzugen viele Gäste die Wildnis eines solchen alpinen Winter-Ferienortes, wo sie kaum ihre alltäglichen Bekannten treffen und wo es leicht ist, sich gänzlich von den Sorgen und der Betriebsamkeit von Geschäft und gesellschaftlichen Verpflichtungen zu lösen. Ein solcher Ort ist die Griesalp. Auf dem Weg dahin, gehen Sie an einem Dutzend gefrorener Wasserfälle und  an steilen Felswänden vorbei, durch  eine enge, tiefe Schlucht zu einem Hotel namens "Grand Hotel Griesalp".